Freitag, 8. November 2013

Alles hat seine Zeit ....



Die Fortsetzung lautet :..." und werde zur rechten Zeit getan. Ungestüm und Überstürztheit beim Tun ist nicht angebracht "

Ich gebe hier als Beleg mal eine kleine Geschichte wieder ,die sich Anno Domini 1818 im Hause Goethes zugetragen haben soll. Goethe hatte einen getreuen Freund ,namens Frommann und der hatte eine gute Köchin ,die auf den Namen Henriette hörte ,aber der deutschen Sprache nicht so richtig mächtig war :
Goethe machte jeden Morgen einen Besuch bei seinem Freund .Eines Morgens passierte nun Folgendes:
Henriette war ,als Goethes Wagen vorfuhr ,vor die Tür getreten ,um dem "Großen Mann" beim Betreten des Hauses behilflich zu sein. Sie trug dabei gerade eine Butte Wasser auf der Schulter .Was nun passierte , schrieb die Henriette an einen Bekannten .
"Göthe wollte mich de Tür halten, aus Bescheidenheit, versteht sich, und ich ebenfalls; ich versah das Tembo und war im Fallen und Göthe wollte mich halten und der bekam die Wasserbutte  auf den Hals .Ich zum Tode erschrocken .Madam und Froilain Frommann kamen mit Tüchern und trockneten ihn ab und lachten. Göthe fuhr nach Haus ,um sich umzukleiden. Es gab deshalb keine Feindschaft . Den anderen Morgen war Göthe wieder da und lachte.-Göthe zog dann in den "bothanischen Garten", wollte aber nicht mehr lange in Jena bleiben ,weil im das Essen in den öffentlichen Speisehäusern nicht schmeckte. Frommanns wollten Göthe jerne für sich und Jena erhalten . Der Grund war :Wie das Essen anfangen ? Die Madam Frommann ,eine sehr kluge Frau, sann hin und her . Endlich kam sie auf ihre Köchin, das war ich .  Sie ließ mich in ihr Zimmer kommen und sagte : "ich habe ein großes Anliegen an dich ,was Göthe betrift und du die Hauptperson bist.  >Willst du für Göthe kochen und den Mittagstisch übernehmen ? Meine Speisekammer steht dir offen . Thue es !  Ich werde es dir niemals vergeßen! < Nach langes Zureden gab ich mein Wort .Madam hat an Göthe geschriben, das ihre Köchin den Mittagstisch für ihn übernehmen wolte . Die Rückantwort war :<mit Freuden nehme ich dis an >So kochte ich ein halbes Jahr für den großen Mann: Göthe benahm sich gegen mich nicht ,als wäre ich Köchin ,sondern als wäre ich mehr. Wenn ich mit meinem Zettel zum Einkaufen kam ,lag schon was schönes für mich da .Kurz, ich kam mir vor ,als gehörte ich der gelehrten Welt mit an .Gelegenheit hatte ich ja genug ,große Männer zu sehen. Den alle Großen Männer schienen sich in den Hause wohl zu fühlen   . - Nach dem verheurathete ich mich und konnte den Tisch für Göthen nicht mehr besorgen , weil die gefühlte Speisekammer nicht mit ging ."

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende ,denn 

"Ungestüm und Überstürztheit beim Tun ist nicht angebracht "